Geografisch ist der Singer-Songwriter und Weltenbummler Lukas Batteau (Homepage) schwer festzumachen, da er sowohl in Südkorea und Amerika, aber auch in Holland aufwuchs – in Letzterem hat es ihm wohl am besten gefallen, denn mittlerweile lebt er in Utrecht. Die Musik stellte dabei eine gewisse Konstante dar, als er mit 15 selber zur Gitarre griff. Beeinflusst von der alternativen Musikszene der 90er Jahre zeigt er auf seinem ersten Album Wasteland, wie er diese Einflüsse und Erlebnisse in seiner eigenen Musik umsetzt. In Holland ist das gute Stück bereits erschienen, bei uns kann man die Platte ab 14. Februar 2014 erstehen.

Die Songs sind eine Mischung aus Pop und Acoustic Rock, die mithilfe einiger anderer Musiker eingespielt wurden. Die Melodien sind meist eher schwer und so aufgebaut, dass man richtig schön in ihnen versinken kann.

Seine relativ tiefe Stimme wirkt dabei stabil und stark, besitzt sowohl Charakter als auch Wiedererkennungswert. Leider gibt es in so gut wie jedem Song einen Part, in dem er von der Brust- zur Kopfstimme wechselt. Was anfangs noch als netter Effekt daherkommt, wirkt im Laufe des Albums zu ausgereizt. Dadurch ist mit einem Mal die ganze Kraft in der Stimme weg und er Druck dahinter verschwindet. Es wirkt oft eher angestrengt als natürlich, wie es bei Dance for the Dead der Fall ist.

Grundsätzlich sind die elf Songs auf Wasteland sind nicht so konzipiert, dass man erfreut aufspringen und lostanzen will, denn dazu sind sie eindeutig zu ruhig und nachdenklich gestimmt. Auf der anderen Seite ist man aber ebenso wenig zu Tränen gerührt, während man sich die Songs anhört. Trotzdem sind sie berührend und wirken nicht aufgesetzt.

Wasteland ist zweifelsfrei ein gutes Album, genauso wie Lukas Batteau ein ausgezeichneter Musiker und Songschreiber ist, was sich vor allem bei den Instrumentalstücken Prelude (The Still) und Reprise (The Wake) zeigt. Hier und da fehlt aber das gewisse Etwas, um das Album zu was ganz Besonderem zu machen. Auch wenn er es mit der Kopfstimme zum Teil übertreibt, weiß er ansonsten über das richtige Maß der Dinge Bescheid, denn er schafft es, gefühlvolle Musik zu schreiben, ohne ein bisschen schnulzig zu klingen – vielleicht nicht das richtige für den Valentinstag, an jedem anderen Tag des Jahres jedoch gut zu hören!

Lukas Batteau – Wasteland

Für Fans von: Megafaun, Dan Mangan

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