LUKAS BATTEAU ist halb Amerikaner und halb Niederländer. Aufgewachsen in Südkorea, den Niederlanden und den USA fand er mit 15 seine Liebe zur Musik, die sich insbesondere auf Bands wie PEARL JAM, die SMASHING PUMPKINS und RADIOHEAD fokussierte. Nun ist aus dem kleinen Lukas jedoch kein Grunger geworden, sondern ein Singer-Songwriter, der mit „Wasteland“ sein gefühlvolles Debüt präsentiert.

Was bereits beim Opener „Enchanted“ aufhorchen lässt, ist die außergewöhnliche Stimme des Musikers, der sich für die Aufnahmen zu seinem ersten Silberling allerlei Kollegen ins Studio geholt hat. Mit großen Emotionen ohne jeden Kitsch schließt sich der Titeltrack „Wasteland“ an und auch „Cannonball“ verfügt über ein gerüttelt Maß an Melancholie, die jedoch zuversichtlich nach vorn blickt und auf diese Weise in „Line of Fire“ mündet. Mit dem treibenden „Dance For The Dead“ bittet der bärtige Zausel gar zum Tanze, um im Folgenden mit „Prelude (The Still)“ leise Instrumental-Töne anzuschlagen. In diesem Sinne setzt „The Storm“ die emotionsgeladene Reise mit einem Himmel voller Geigen fort, die mit „Reprise (The Wake)“ abermals eine instrumentale Entsprechung erfährt. „Waterside“ gefällt mit feinem Fingerpicking und dezenten Rhythmen, bevor „Goodbye“ zum Träumen einlädt und „Island of Sorrow“ zum finalen Emo-Rundumschlag ausholt.

„Wasteland“ ist im besten Sinne herzzerreißend. LUKAS BATTEAU gelingt es nämlich spielend, seinen Songs jede Menge Leben und Gefühl einzuhauchen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass den Liedern eine gewisse Rauheit inne ist. Dazu trägt nicht unerheblich sein eindringliches Organ bei, aber auch seine Songwriter-Qualitäten bescheren wohlige Gänsehaut-Schauer.

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